Unsere Mission

Die Kunststofferei ist ein offenes Kollektiv, das an praktischen Lösungen arbeitet, um Kunststoff von der Natur, Verbrennungsanlagen und Deponien fernzuhalten, indem wir den Kunststoffrecyclingkreislauf direkt vor Ort schließen.

Als Teil des Precious Plastic Universums wollen wir gemeinsam mit Euch unsere Wegwerfgesellschaft überdenken und aus lokalen Kunststoffabfällen langlebige, nützliche und recycelbare Produkte herstellen um somit einen nachhaltigen Kunststoff-Konsum zu fördern und die Prinzipien der Circular Economy – Wertschöpfung statt Verschwendung – regional umzusetzen.

Das Precious Plastic Universum

Meilensteine

Oktober 2020

Das Team kaufte einen gebrauchten Industrie-Schredder und nannte ihn Töge. Wir konnten auch einen alten Labor-Ofen retten und reparieren - der soll dann bald zu einer Formpressmaschine umgebaut werden. Weiterhin hat uns unsere sehr talentierter Mitstreiter Peter eine Kaltpresse gebaut; fast ausschließlich aus gebrauchten Teilen - wir werden versuchen damit in den kommenden Wochen Platten zu pressen.

Juli 2020

Wir haben bei Trash Galore dankenderweise ein zu Hause gefunden und jetzt eine kleine Werkstatt mit zwei Räumen im Leipziger Westen.

Juni 2020

Phil hat gute Nachrichten erhalten: Sein Projekt “Plastikrecycling regional machen – und dabei Kunst erschaffen!” wurde im Ideenwettbewerb Sächsische Mitmach-fonds ausgezeichnet und wir dürfen und 5000 EUR Preisgeld freuen, dass wir für unsere ersten Maschinen, Teile und Schutzbekleidung ausgeben werden. Wie cool!

Kurz darauf versammelten sich dann auch ein Team von WissenstschaftlerInnen, KlimaaktivistInnen, ProduktdesignerInnen und HandwerkerInnen und begannen die Umseztung der Idee zu planen - und gründeten kurz darauf die Kunststofferei. Und hier sind wir!

Team

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Susan

Susan ten Hoeve, in den Niederlanden geboren, hat ihren Bachelor in Industrial Product Design & Engineering gemacht. Während ihres Studiums hat sie eine Weile im Gambia gewohnt, wo sie mit lokalen Leuten gelernt hat wie man neue Produkte aus altem Plastikmüll macht. Später hat sie dann für eine Firma gearbeitet, in der sie hauptsächlich Dinge aus… naja, Plastik, herstellte. Wenigstens konnte Susan mit ihren Chefs darüber reden, und jeder Mitarbeiter dann eine Stunde pro Woche bekommen, um freiwillig an einem nachhaltigen Projekt zu arbeiten. Aber da Susan ja so unruhig ist, konnte sie nicht länger als 3 Jahre dort bleiben. Sie beschloss all ihre Sachen zu verkaufen und die Welt zu bereisen. Nach einem Jahr dann landete sie im schönen Leipzig, wo einer ihrer Träume wahr wurde: Eine Precious Plastic Werkstatt zu gründen und nachhaltige Produkte herzustellen. Wenn Susan nicht im Workshop zu Gange ist, können Sie meistens an einen der vielen Lost Places in Leipzig finden.

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Phil

Phil Ruthig ist ein Quereinsteiger in der Plastikrecyclingszene. Er ist ausgebildeter Neurobiologe und hauptsächlich mit einem Promotionsstudium beschäftigt, für das er an der Uni Leipzig und dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften forscht. Im Sommer 2020 erweiterte sich sein Fokus um Plastikrecycling, als er eine Ausschreibung des Landes Sachsen zum Thema nachhaltiges Engagement (Mitmachfonds Sachsen, Kategorie ReWIR) gewann. Nach Vernetzung mit der lokalen Szene gründete er mit einigen Mitstreitern die Kunststofferei im Leipziger Westen. Wenn er nicht grade Plastik recycelt oder sich fragt wie Hirne eigentlich funktionieren, findet man Phil meistens beim Kitesurfen oder beim Klettern wieder. Wenn Ihr mehr über Phil erfahren wollt, dann folgt ihm einfach bei Twitter.

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Jonas

Jonas Schattling macht eigentlich immer das, wonach ihm gerade der Sinn steht. Einen roten Faden, der alle Wege und Stationen in seinem Leben in eine logische Reihenfolge bringt, sucht man daher vergebens. Konstanten gibt es aber auch bei ihm: Projekte, die ihm am Herzen liegen, widmet er nur allzu gerne seine gesamte Zeit und Aufmerksamkeit. Unterstützung erfolgt dann überwiegend auf der handwerklich/praktischen Seite. Wenn er sich nicht gerade abmüht, einen Text über sich zu verfassen, findet man ihn daher meistens in der Werkstatt. Im Internet ist Jonas rein zufällig auf die Precious Plastic Initiative gestoßen und war sofort begeistert. „Wieso gibt’s sowas eigentlich noch nicht in Leipzig..?“ Lange hat’s dann nicht mehr gedauert, bis sich die richtigen Leute zusammengefunden haben und wir nun in der Kunststofferei gemeinsam an großen Lösungen tüfteln können, um der ungeheuren Masse an Einwegplastik etwas entgegenzusetzen.

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Jan

Tagsüber ist Jan Knappe Umweltwissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und forscht über blau-grüne Infrastruktur, vor allem zur nachhaltigen Wasserversorgung und Abwasserbehandlung. So verbringt er die meiste Zeit entweder auf einer der Versuchsanlagen oder im Büro hinter dem Computer, um die Daten auszuwerten. Des Nachts hingegen wird er von schrecklichen Albträumen geplagt ob der schieren Menge von Einweg-Plastik, die in unserer Umwelt landet. Um eines Tages wieder einmal in Ruhe schlafen zu können, hat Jan sich dem Precious Plastic Team angeschlossen - zuerst in Dublin, wo er bis vor kurzem noch gewohnt hat, und nun bei der Kunststofferei hier in Leipzig. Jan ist aktiv auf Twitter und er bloggt über seine Arbeit auch auf seiner Webseite.

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Iris

Iris Pop wurde in Siebenbürgen, Rumänien geboren, wuchs da auf und studierte Kommunikationswissenschaften und PR. Ihre Neugier und ihr Drang Neues zu erforschen führte sie nach USA, wo sie für einen Sommer lebte, nach Frankreich, wo sie ihr Masterstudium absolvierte und schließlich nach Deutschland, wo sie seit einigen Jahren arbeitet und lebt. In ihrer perfekten Welt gibt es keine Grenzen, keine Plastiktüten die frei im Ozean schwimmen und keine Überproduktion von Lebensmitteln. Ein nachhaltiger Lebensstil und ein bewusster Konsum standen immer ganz oben auf ihrer Liste, doch erst während einer längeren Reise von Europa nach Neuseeland entdeckte sie die traurigen Spuren einer leichtsinnigen Konsumgesellschaft. Anschließend beschäftigte sie sich intensiv mit den Themen zero-waste, food waste, Kunststoffrecycling - und so wurde sie Teil des Kunststofferei-Kollektivs.

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Cristina

Cristina Garrido kommt von den Kanarischen Inseln (Spanien), daher ist ihre Liebe und ihr Respekt für die Natur von Geburt an in ihr. Kürzlich aus Dublin nach Leipzig gezogen, hatte sie vor ihrem schon Umzug von der Kunststofferei gehört. Ihre Zero Waste Reise begann vor einigen Jahren in Dublin, wo sie zu wiederverwendbaren Optionen, Unverpackt- und Second-Hand-Läden wechselte. So kommen z.B. die Möbel ihrer neuen Wohnung hier entweder noch aus Dublin oder aus zweiter Hand. So arbeitete sie zum Beispiel an einer grünen Kampagne in der Facebook Zentrale in Dublin mit, um allen Mitarbeitern wiederverwendbare Wasserflaschen zu geben und schuf eine Sammelstelle für Chipstüten, um sie an Terracycle zu senden. Cristina ist entschlossen, sich anzustrengen und etwas über die täglichen Veränderungen und Entscheidungen zu lernen, die sowohl für ihr Leben als auch für den Planeten von Bedeutung sind!

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Christian

Christian Berens arbeitet in Feldern der künstlerischen Gestaltungsforschung mit Mitteln der explorativen Stadterkundung, naiven Bauten und gesampelten Aktionsforschungen, an Teilhabe-, Versammlungs- und Austauschformaten. Derzeit interessiert er sich für Baustellen als Heterotopien des Übergangs und des Wandels. Zur Kunststofferei stieß er durch sein Interesse am urbanen Mining, Citizen-Science und lokaler nachhaltiger Produktion. Traumziel wäre das Errichten eines Kinder-Sciencefiction-Instituts zur praktischen Erforschung zukünftiger Lebensräume. Plastik Recycling sieht er als Teil dieses Vorhabens. Mehr über Christian und seine Arbeit erfährst Du auf seiner Webseite.

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Celia

Célia Somlai kommt ursprünglich aus Ungarn und ist vor kurzem aus Dublin, wo sie eine der Mitbegründerinnen von Precious Plastic Dublin war, nach Leipzig gezogen. Sie glaubt fest an die Macht des Precious Plastic Universums, insbesondere dem starken Community-Aspekt. Célia hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Zero Waste Movement befasst und koordiniert die Zero Waste Living in Leipzig Community Group. In dem seltenen Fall, dass sie tatsächlich einmal Plastikmüll erzeugt, würde sie es vorziehen, ihn selbst vor Ort zu recyceln als ihn ins Ungewisse wegzuschicken. Célia ist auch sehr aktiv auf Instagram, wo sie als @zerowasteadventures Ihren Weg zu einem möglichst müllfreien Leben dokumentiert.